Kaninchenimpfung (Myxomatose & RHD)

Auch für Kaninchen kann eine Impfung lebensnotwendig sein. Daher ist eine jährliche Impfung für die kleinen Nager unerlässlich.

Myxomatose

Erreger dieser Krankheit ist ein Pockenvirus, das über Gelsen und Flöhe übertragen wird. Empfänglich sind nur Kaninchen und Hasen. Direkter Kontakt mit erkrankten Tieren oder auch die indirekte Übertragung durch den Menschen, Grünfutter und Käfige ist möglich. Symptome sind Schwellungen am Kopf, Genitalien und Bindehäuten, wodurch ein Schlucken unmöglich wird. Die Tiere haben auch hohes Fieber und sterben meistens binnen weniger Tage. Eine Heilung ist grßteils aussichtslos, die einzige Behandlung beschränkt sich fast immer auf die Euthanasie. Eine Schutzimpfung ist auf Grund der schwerwiegenden Erkrankung anzuraten und schon am dem Alter von 8 Wochen möglich. Eine Auffrischung ist halbjährlich notwendig.

RHD - Rabbit Hamorrhagic Disease (Chinaseuche)

Erreger dieser Krankheit ist ein Calicivirus, das durch direkten Kontakt mit erkrankten Tieren, aber auch indirekt über Futter, Wasser, Einstreu, Käfige, Parasiten, Wildvögel und Menschzen übertragen wird.
Symptome sind von plötzlichem Tod über mehrtägige Fierberschübe, Apathie, Atemnot, Krämpfe und aus allen Körperöffnungen austretendes Blut sehr vielfältig. Bei milderen Infektionen treten Fressunlust, Fieber und Apathie auf- diese Tiere genesen häufig wieder und bleiben lebenslänglich Virusausscheider.
Da es keine Mittel gegen das Virus gibt, kann sich die Behandlung nur nach den Symptomen richten, die in den meisten Fällen leider nicht erfolgreich ist.
Auf Grund der Aggressivität der Erkrankung ist eine Schutzimpfung anzuraten, die gleichzeitig mit der Myxomatoseimpfung erfolgen kann. Die Nachimpfung erfolgt jährlich.